Mit dem Standard-Modell der Nintendo Switch ist es möglich, sowohl am Fernseher als auch unterwegs zu spielen: Wer sein Lieblingsspiel zu Hause beendet, zieht die Konsole einfach aus der Dockingstation und nimmt es mit.
Die Technik
Technisch gesehen ist Nintendos Switch-Konsole nicht auf gleicher Höhe mit der Konkurrenz Playstation 5 und Xbox Series. Nahezu fotorealistische Grafiken erreicht die Switch also nicht, auch die Bildschirmauflösung reicht maximal bis Full-HD (1080p) – 4K wird also nicht unterstützt. Dass Spiele dennoch richtig schön aussehen können, beweisen Titel wie „Super Mario Odyssey“.
Die beste Grafik ist aber auch nicht das, was Nintendo mit der Switch erreichen wollte. Der eigentliche Clou der Konsole ist nämlich ihre Wandelbarkeit von der TV-Konsole zum tragbaren Gerät (Achtung: Das geht nicht mit Nintendo Switch Lite). Nintendo vermarktet die Standard-Switch mit drei möglichen Spielmodi: Im TV-Modus steckt die Konsole in der Dockingstation und ist per HDMI-Kabel mit einem Bildschirm verbunden. Der Spieler kann dann die Joy-Con-Controller abnehmen und wie ein klassisches Gamepad zusammenstecken. Die beiden anderen Modi funktionieren ohne einen zusätzlichen Bildschirm: Im Tisch-Modus wird die Switch-Konsole aufgestellt, während der Spieler die Joy-Cons in der Hand hält. Hier ist es sogar möglich, dass die beiden Joy-Cons unter zwei Spieler aufgeteilt werden, man also zu zweit an einer Switch-Konsole spielen kann. Im Handheld-Modus schließlich wird die Switch zu einem modernen Gameboy – dieser Modus ist am ehesten für Einzelspieler gedacht, die unterwegs zocken möchten. Das eigentliche Spielerlebnis ist in allen drei Modi gleich.

Der Controller
Die sogenannten Joy-Con-Controller werden entweder an die Switch-Konsole angesteckt, um sie unterwegs zu nutzen, oder der Spieler nimmt sie von der Konsole ab.Es gibt einen linken und einen rechten Joy-Con, die je nach Spiel gemeinsam oder getrennt verwendet werden. Einzelspieler können beide Hälften zusammenstecken und so wie ein klassisches Gamepad spielen. Es ist aber auch möglich, mit nur einem einzigen Joy-Con zu spielen. Dann können sich zwei Spieler den linken und den rechten Joy-Con teilen und zu zweit spielen – zum Beispiel in „Mario Kart 8 Deluxe“.
Die Controller können aber noch mehr: Beide Joy-Cons sind mit Gyrosensoren ausgestattet, die eine Bewegungssteuerung ermöglichen – wir spielen also, indem wir sie bewegen. Eine Infrarot-Kamera im rechten Joy-Con kann zudem Bewegungen, Formen und Distanzen erkennen. Die Kamera kann etwa Handgesten oder den Abstand zwischen sich und dem Spieler erkennen. Die Joy-Cons verfügen über eine Vibrationsfunktion, die ein differenziertes haptisches Feedback ermöglicht. Der Spieler spürt beispielsweise beim Bewegen des Joy-Con, wie scheinbar mehrere Eiswürfel darin in die Richtung purzeln, in die der Joy-Con gekippt wird.
Wer lieber ganz klassisch spielen will, kann das auch: Nintendo bietet den Pro Controller als zusätzliches Zubehör an. Dieser funktioniert dann so ähnlich wie die bekannten Controller der Playstation- und Xbox-Konsolen.

Online-Funktionen
Mit der Nintendo Switch können Spieler online gegen andere antreten. Dieser Dienst ist kostenpflichtig. Nintendo bietet verschiedene Abo-Modelle an: von 3,99 Euro pro Monat bis zu 19,99 Euro pro Jahr.
Wer bezahlt, erhält zudem exklusive Angebote im Online-Shop der Switch und kann seine Speicherstände in eine Cloud hochladen, um mit jeder Switch-Konsole darauf zuzugreifen. Zudem stehen dann ohne Aufpreis Spiele-Klassiker der NES-Konsole zur Auswahl, die sich nun sogar online mit anderen spielen lassen.
Unabhängig von einem Abo können Sie online im eShop einkaufen. Über den integrierten Online-Shop können Sie Spiele, Spiel-Erweiterungen oder kostenlose Test-Versionen herunterladen. Um Produkte aus dem Online-Angebot von Nintendo zu kaufen, müssen Sie ein entsprechendes Konto anlegen und können darüber Ihr Guthaben mit Punkten aufladen. Dies ist möglich über “Nintendo eShop Cards”, die es im Handel gibt, oder direkt online per Kartenzahlung.

Einsatz der Amiibo-Figuren
Die Amiibos von Nintendo sind kleine Plastikspielfiguren bekannter Videospiel-Charaktere, wie Super Mario, Donkey Kong oder die Pokémon. Indem der Spieler sie auf den sogenannten NFC-Kontaktpunkt der Switch stellt, werden die Figuren virtuell in dafür ausgelegte Spiele übertragen.
Jede Amiibo-Figur beherbergt einen Chip, auf dem Spieldaten gespeichert sind. Das macht jede dieser Figuren individuell. Sie können gezielt trainiert werden – und entweder als Kampfgefährte oder als Partner zum Einsatz kommen. Manche Amiibo-Figuren können wir selbst steuern, andere schalten einfach nur geheime Extras frei. Je nach Spiel sind unterschiedliche Figuren verwendbar.